Lungenfunktion

Dr. med. Matthias Urban

Lungenfunktion

Diagnose von Asthma und COPD

In unserer Praxis für Lungenheilkunde in Berlin-Wilmersdorf bieten wir Asthmadiagnostik und die Diagnose von COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) an.

Asthma: Die chronische Atemwegserkrankung äußert sich u. a. durch ständigen Hustenreiz, pfeifende Atmung und Atemnot. Asthma kann durch Allergien und viele weitere Faktoren ausgelöst werden.

Der Patient erleidet Asthmaanfälle und bekommt dabei keine Luft mehr, da die Schleimhäute anschwellen und die Atemwege verkrampfen. Asthmatiker leiden insbesondere bei Infektionen verstärkt unter Atemnot.

COPD: Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung geht oft mit Rauchen, Husten und Atemnot einher. Insbesondere Personen ab dem 40. Lebensjahr sind von der fortschreitenden Lungenerkrankung betroffen.

Die Beschwerden des Patienten sind bei Asthma und COPD oft ähnlich. Daher ist eine richtige Diagnose für den optimalen Therapieverlauf relevant. Auf Wunsch werden unsere Asthma- und COPD-Patienten nach der Diagnose in das DMP (Disease-Management)-Programm Asthma bzw. COPD eingeschrieben und ausführlich betreut. Unser Team informiert Sie gern.

Bodyplethysmographie

Bei der Bodyplethysmographie („große Lungenfunktion“) untersuchen wir die Lungenfunktion unserer Patienten und bestimmen dabei das gesamte Gasvolumen. Während der Untersuchung sitzt der Patient in einer luftdichten Kabine. Beim Ein- und Ausatmen ändert sich der Druck in der Kabine, so dass wir das Lungenvolumen des Patienten ermitteln können.

Die Durchführung dieses Verfahrens ist bei Tauchern, Asthmatikern und Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen sehr wichtig. Darüber hinaus kann die Bodyplethysmographie zur Diagnose und Therapiekontrolle von COPD und Asthma beitragen.

Bestimmung der Diffusionskapazität (Gasaustauschmessung)

Die Lunge nimmt beim Einatmen Sauerstoff aus der Luft auf. Durch die Bestimmung der Diffusionskapazität können wir den Sauerstoffaustausch in der Lunge messen und beurteilen. Der Patient atmet dabei ein Luftgemisch ein, dem eine für den menschlichen Körper ungefährliche Menge an Kohlenmonoxid beigemischt wird. Von der Menge, die von der Lunge in das Blut übertritt, kann auf die Sauerstoff-Aufnahme geschlossen werden. Die Untersuchung nimmt nur wenige Minuten in Anspruch.

Blutgasanalyse

Sowohl die Gasverteilung von Sauerstoff und Kohlendioxid als auch der pH-Wert und der Säure-Basen-Haushalt können mit dem Verfahren der Blutgasanalyse ermittelt werden. Die Blutgasanalyse führen wir im Ruhezustand des Patienten und unter körperlicher Belastung oder Anstrengung durch.

Der Fokus unserer Praxis liegt auf der Bestimmung des Sauerstoff-Gehalts im Blut und des Säure-Basen-Haushaltes. Wenn die Funktion der Atmungsorgane gestört ist, kann es zu einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff kommen und somit zur Minderversorgung der Organe.

Mit der Blutgasanalyse kann darüber hinaus die Zusammenarbeit zwischen Lunge und Nieren überprüft werden.

Spirometrie

Die Spirometrie („kleine Lungenfunktion“, Messung und Aufzeichnung der Lungenfunktion) zählt zur Basisdiagnostik in der Lungenheilkunde. Das Verfahren wird oft bei Kontrollmessungen eingesetzt. Wir messen das Lungen- und Atemvolumen, wodurch wir die Schwere und den Verlauf der Lungenerkrankung einschätzen können.

Zusammenfassung: Nutzen der genannten Verfahren

Durch die unterstützenden Verfahren Bodyplethysmographie, Blutgasanalyse, Spirometrie und durch die Bestimmung der Diffusionskapazität erkennen wir Probleme der Aufnahmefähigkeit der Lunge. Mithilfe der ermittelten Daten können wir die passende Behandlung für Ihre Lungenprobleme finden.

Basisdiagnostik der Schlafapnoe (Polygraphie)

Von einer Schlafapnoe sind etwa vier Prozent der Männer und etwa zwei Prozent der Frauen im mittleren Lebensalter betroffen. Bei einer Schlafapnoe setzt der Atmungsvorgang des Betroffenen beim Schlafen häufiger aus. Die Ursachen für diese gefährlichen Atemaussetzer liegen häufig in einer gestörten Atemregulation oder an verengten Atemwegen (u. a. durch Übergewicht).

Mögliche Anzeichen für eine Schlafapnoe sind Schnarchen und Müdigkeit am Tag. Dem Patienten fallen die Atemaussetzer in der Regel nicht auf, sondern oftmals dem Partner, der das Schnarchen bemerkt.

In unserer Praxis für Lungenheilkunde führen wir Screening-Untersuchungen über einen Zeitraum von einer Nacht durch. Bei pathologischem Befund überweisen wir Sie an ein Schlaflabor, in dem Ihr Schlafverhalten untersucht wird (Polysomnographie).